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Das Abisolieren ist der Vorgang bei
welchem ein Teil der Isolierung eines elektrischen Leiters (Draht oder Litze)
auf eine bestimmte Länge entfernt wird. Die abzuisolierende Länge ergibt sich
aus den Abmessungen der Klemmstelle an die der Draht angeschlossen werden soll
beziehungsweise aus der Länge der Aderendhülse mit der die Litze bestückt werden
soll. Die Isolierhülle wird mit einem Spezialwerkzeug, der Abisolierzange,
entfernt. Dadurch kann schnell und ohne besondere Vorsicht gearbeitet werden.
Hingegen erfordert das (nicht fachgerechte) Abisolieren mittels eines
Seitenschneiders oder eines Messers große Vorsicht und Erfahrung.
Unter Abmanteln versteht man das Entfernen des Außenmantels eines Kabels oder
einer Installationsleitung. Der Außenmantel wird dazu mit einem Kabelmesser
zunächst ringförmig umlaufend, dann entlang der Längsachse des Kabels
aufgeschnitten. Aderendhülsen werden verwendet, um
die abisolierten Enden von Litzenleitungen zu schützen, so dass sie ohne
Beschädigung der Einzeldrähte in Klemmen angeschlossen werden können. Bei der
Vercrimpung von Aderendhülsen wird unterschieden zwischen Hülsen mit und ohne
Kunststoffkragen. Die Hülsen mit Kunststoffkragen erleichtern das Einführen der
einzelnen Litzendrähte. Sie verlagern den Knickpunkt von der Crimpstelle nach
außen in die Isolation und helfen durch die farbliche Kennzeichnung bei der
Auswahl des Querschnittes. Da bei Aderendhülsen für jede Hülse nur ein
Drahtquerschnitt in Frage kommt, müssen die Fertigungstoleranzen der Hülse
inklusive der Blechstärketoleranz und die der Litze beim Crimpvorgang
aufgefangen werden.
Im Schliffbild ist deutlich zu sehen, dass die Vierkantcrimpung einen besseren
Kontakt ermöglicht als die trapezförmige Vercrimpung. Vierkantig vercrimpte
Aderendhülsen gewährleisten stets gute Kontaktflächen ungeachtet der
Positionierung im Klemmanschluss.
Werden von den Geräteherstellern keine Anzugsdrehmomente für die Befestigungsschrauben vorgegeben, so können die Werte in Anlehnung an EN60947-1, DIN 43673-1 oder DIN 46200 zugrunde gelegt werden:
Mit der Ausziehkraft ist die Kraft gemeint, die
notwendig ist, den vercrimpten Leiter aus dem Verbinder herauszuziehen.
Der Begriff Crimpen stammt vom Englischen "to crimp",
was soviel bedeutet wie pressen, eindrücken, falten oder auch faltend verformen.
Unter Crimpen versteht man die Erstellung einer homogenen, nicht lösbaren
Verbindung zwischen Leiter und Verbindungselement, die eine hohe elektrische und
mechanische Sicherheit gewährleistet, und alternativ zu herkömmlichen
Verbindungen wie Löten oder Schweißen angewandt wird.
Die Durchschlagfestigkeit eines Isolators ist diejenige elektrische Feldstärke, welche in dem Material höchstens herrschen darf, ohne dass es zu einem Spannungsdurchschlag (Funke) kommt. Sie wird in Spannung pro Millimeter der Isolationsdicke gemessen. Bei einer gasdichten Verbindung sind
Leiter und Verbinder so fest miteinander verformt und verpresst, dass keine
Zwischenräume mehr vorhanden sind. Weder ein flüssiges noch ein gasförmiges
Medium kann unter normaler atmosphärischer Umgebung in den Crimp eindringen.
Ein erhöhter Widerstand ist von Nachteil für
Ursprünglich wurden Kabelbinder produziert, um Kabelbäume zusammenzuhalten oder zu fixieren. Mittlerweile finden sich für Kabelbinder zahlreiche weitere Anwendungsgebiete, zum Beispiel auch als Einweg-Handschellen für Polizei-Einsatzkräfte. Ein Kabelbinder besteht aus einem Kunststoffstreifen mit Rasterung und einem Kopf mit einer Öffnung um den Streifen einzuführen. Im Kopf befindet sich eine Rastelement, welches in die Rasterung des Bandes greift und so das Band verschließt. Durch die Verzahnung wird erreicht, dass sich der Kabelbinder nicht mehr öffnen lässt. Er kann normalerweise nur durch Zerstörung wieder geöffnet werden. Standardkabelbinder bestehen aus dem
Material Polyamid 6.6. Dieses verfügt über viele positive Eigenschaften wie
Eine reichhaltige Typenauswahl an Polyamiden und Additiven lässt eine optimale Anpassung der Eigenschaften des gefertigten Produktes an die jeweiligen Anforderungen zu. So gibt es z.B. hitzestabilisierte, schlagzähe oder UV-stabilisierte Kabelbinder aus Polyamid. Polyamid ist ein hygroskopischer Kunststoff. Dies bedeutet, dass das Material Wasser aufnimmt, aber auch wieder abgeben kann. Bei einem Normklima von 23°C und 50% relativer Luftfeuchte ist für Polyamid die Sättigung mit Wasser bei ca. 2,5 % erreicht. Die mechanischen Eigenschaften, insbesondere die Flexibilität und die Mindesthaltekraft, werden maßgeblich vom Wassergehalt beeinflusst. Für die optimale Verarbeitung der Kabelbinder ist es daher wichtig, dass sich das Polyamid mit einem Wassergehalt von ca. 2,5 % im Gleichgewichtszustand befindet. Die Qualität und Verarbeitbarkeit der Produkte wird also durch den Wassergehalt beeinflusst. Darum ist auch die richtige Lagerung der Produkte entscheidend. Um eine Austrocknung zu vermeiden, sollten Kabelbinder bis zur Verarbeitung in den geschlossenen Verpackungen gelagert werden. Die optimale Lagertemperatur liegt bei ca. 20 °C und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 50%. Beim Verarbeiten ist die Kraft, mit der der Kabelbinder angezogen wird von großer Bedeutung. Werden Kabelbinder mit der Hand angezogen, so können speziell bei schmalen Bindern Anzugskräfte entstehen, die über der Zugfestigkeit des Kabelbinders liegen. In diesem Fall wird der Binder gleich oder nach kurzer Zeit reißen bzw. aufgehen. Um eine konstante, richtig bemessene Anzugskraft sicherzustellen, sollte eine Kabelbinder-Zange verwendet werden. In der DIN 46245 Teil 1, 2 und 3 ist
die farbliche Kennzeichnung des Leiterquerschnittes zum Kabelschuh festgelegt,
rot für 0,5 - 1 mm², blau für >1,0 - 2,5 mm², gelb für >2,5 - 6 mm².
Im Rahmen der Harmonisierung der europäischen Normung wurden Mitte 2002 u. a. die DIN 40500, DIN 1787 und DIN 1754 Blatt 1 zurückgezogen und durch die europäischen Normen EN 13599, EN 13600, EN 13601 und EN 13605 ersetzt. Gleichzeitig haben sich die Bezeichnungen für Kupfermaterialien geändert. Eine Übersicht hierzu finden Sie in der nachfolgenden Tabelle:
Der Kupferzuschlag wird dem Verkaufspreis eines Kupferproduktes zur Berücksichtigung des aktuellen Tageskupferpreises zugeschlagen. Hierfür wird die an der Börse ermittelte Deutsche Elektrolytkupfer-Notierung für Leitzwecke (DEL) oder die MK-Notierung (gebildet aus der Kupfernotierung der Londoner Metallbörse für Halbzeuge) herangezogen.
Die Kupferbasis ist der Preisanteil des Kupfers, der schon im Grundpreis des Kupferproduktes enthalten ist. Sie wird üblicherweise in €/100kg angegeben. Die Kupferzahl entspricht dem Kupfergewicht des Kupferproduktes pro Maßeinheit. Die Angabe erfolgt meist in kg/m oder kg/100 Stück.
Eine der wichtigsten Eigenschaften von akustischen Signalen ist ihre Lautstärke und die damit verbundene Hörbarkeit. Die Wahrnehmbarkeit des Signals muss gewährleistet sein, ohne eine unnötige Lärmbelastung für Personen im Nahbereich darzustellen. Grundsätzlich sind akustische Signale mit pulsierenden und alternierenden Tönen wirksamer als Signale mit linearen Tönen. Wie gut ein akustisches Signal zu hören ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu zählen beispielsweise
Die effektive Wirkung eines Signals wird von unterschiedlichen Einflussgrößen bestimmt. Einer dieser Faktoren ist der Abstand zwischen dem Signalgerät und dem jeweiligen Empfänger. Mit zunehmendem Abstand zwischen dem Signalgerät und dem Empfänger nimmt der Schalldruckpegel des akustischen Signalgeräts ab. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Lautstärke eines Signals relativ ist. Eine Steigerung des Schalldruckpegels um 3 dB führt zu einer Verdoppelung der Schallenergie, aber erst eine Steigerung von 10 dB wird vom menschlichen Ohr als Verdoppelung der Lautstärke empfunden. Als Faustformel lässt sich zudem festhalten: Der Schalldruck sinkt bei Verdoppelung der Entfernung jeweils um 6 dB.
Ein Schrumpfschlauch ist ein Kunststoffschlauch, der sich unter Hitzeeinwirkung stark zusammenzieht. Hierbei wird das vor dem Erhitzen in den Schlauch eingebrachte Produkt gegen seine Umgebung elektrisch sowie mechanisch isoliert. Der Schrumpfbereich, also die maximale Größenänderung beim Schrumpfen ist stark vom verwendeten Kunststoff abhängig. Standardschrumpfschläuche bestehen meist aus Polyolefin und haben ein Schrumpfverhältnis von 2:1 bzw. 3:1. Eine Schrumpfrate von 2:1 bedeutet beispielsweise, das ein Schlauch mit einem Innendurchmesser vor Schrumpfung von z.B. 6,4 mm auf maximal 3,2 mm Innendurchmesser zusammenschrumpft. Um eine feuchtigkeitsgeschützte Abdichtung zu erreichen, sind spezielle Schrumpfschläuche auf der Innenseite mit einem Heißkleber beschichtet. Dieser schmilzt bei Erhitzung und verklebt Schlauch mit Inhalt wasserdicht. Hersteller empfehlen ein Verhältnis von 4:5 zwischen dem Durchmesser des zu isolierenden Objekts und des Schrumpfschlauchs um beste Ergebnisse zu erhalten. Bei den verwendeten Kunststoffen handelt es sich um Thermoplaste. Um ein Schrumpfen des Materials bei Wärmezufuhr zu erreichen, werden die Kunststoffe nach der Herstellung im Extruder im warmen Zustand gedehnt. Dadurch werden die Moleküle des Kunststoffs in einen überwiegend amorphen Zustand gebracht. Durch das Erkalten, kann das Material nicht in seine ursprüngliche Form zurück. Erst durch Erwärmung können sich die Knäuel wieder kristallin anordnen. Der Schlauch schrumpft, die Wandstärke nimmt dabei zu. An der Berührungsstelle zwischen
Leiter und Verbinder entsteht bei Stromfluss ein elektrischer Widerstand. Je
sicherer die Verbindung sowohl mechanisch als auch elektrisch ist, desto
geringer der Widerstand. Die Messung erfolgt mittels eines Ohmmeters durch
Anschluss an den Verbinder und den Leiter.
Die Underwriters Laboratories (UL)
sind eine 1894 in den USA gegründete Organisation zur Überprüfung und
Zertifizierung von Produkten und Ihrer Sicherheit (Vergleichbar mit dem VDE,
TÜV, u.ä.). Das Zeichen UL findet sich auf vielen Produkten speziell im Bereich
Elektrotechnik.
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